BMW M1 ProCar als Vorbild: Projektstart mit einem E31 850i

Im Video vom Februar 2021 besucht Max die BMW Classic in München und zeigt einen fast neuen M1 und das BMW M1 ProCar, das ihn seit der Kindheit begleitet. Zurück in der Werkstatt wartet die Basis für Projekt No. 1: ein E31 850i in sehr schlechtem Zustand.

Max Pühl Kfz-Meister · Inhaber MX Motorsports Video vom Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Der BMW M1 war laut Max der erste M der BMW Motorsport GmbH: 399 Stück, 277 PS, zusammen mit Lamborghini entwickelt.
  • Das M1 ProCar hat laut Max 500 PS aus dem M88/2 und einen Flachschieber statt Einzeldrosselanlage.
  • Projektbasis ist ein E31 850i mit zwölf Vorbesitzern, Hagelschaden, Rost und Unfallspuren – der V12 lief trotzdem.
  • Der Plan im Februar 2021: 600 bis 800 PS, Handschaltung, gesperrte Hinterachse und ein Bodykit aus Japan.
Inhalt6 Abschnitte

Was macht den BMW M1 so besonders?

Er war laut Max der erste echte M, also der erste M, den die BMW Motorsport GmbH überhaupt gebaut hat. Im Video vom Februar 2021 zeigt Max bei der BMW Classic in München einen M1 und das BMW M1 ProCar, mit denen er sein Projekt No. 1 einleitet.

Die Eckdaten nennt Max so: 399 gebaute Exemplare, 277 PS und ein Design, das zusammen mit Lamborghini entstand 08:02. In der Linienführung findet er Countach und Diablo teilweise wieder.

Baureihe
E26, interner Produktionscode laut Max
Motor
M88/1, Reihensechszylinder mit 24 Ventilen
Leistung
277 PS
Stückzahl
399, dazu die ProCars
Entwicklung
zusammen mit Lamborghini

Technisch steht der Motor im Mittelpunkt. Der M88/1 war laut Max der allererste Reihensechszylinder von BMW mit vier Ventilen pro Zylinder, und Hunderte spätere Motoren bauten darauf auf. Wie es in einem M88 aussieht, zeigt unser Beitrag zum Pleuellager-Service am M635CSi.

7.871 kmhatte der M1, in dem Max bei der BMW Classic Probe saß.

Beim Probesitzen fielen Max die schmalen Sitze und der enge Fußraum auf. Mit Schuhgröße 45 berührt er Kupplung und Bremse fast gleichzeitig.

Das Cockpit ist schlicht gehalten, mit Kreuzschrauben statt Alcantara. Für Max passt das zum Auto, weil „diese pure Emotion bei dem Auto mehr auf Beschleunigung und Motor und Sound lag“.

Was unterscheidet das M1 ProCar vom Serien-M1?

Vor allem der Motor. Das ProCar hat laut Max 500 PS aus dem M88/2 14:33.

Statt mit Einzeldrosselanlage arbeitet der Rennmotor mit einem Flachschieber, um mehr Leistung zu holen. Dazu kommt das sogenannte Flammenrohr, das im Video deutlich zu hören ist.

Max fasst das ProCar als Auto „mit fünfhundert PS und Flammen aus dem Auspuff und neuntausend Umdrehungen“ zusammen. Das Exemplar bei der BMW Classic ist ein ProCar in der Piquet Edition.

Wie viele ProCars entstanden, ist laut Max umstritten. Er spricht von etwa 50 Stück, an anderer Stelle von 40 bis 60 zusätzlich zu den 399 Serienautos.

Wie wurde das BMW M1 ProCar zum Anstoß für Projekt No. 1?

Über einen Kindheitstraum. 1994 war Max vier, knapp fünf Jahre alt, sein Vater hatte die allererste Carrera-Bahn, und beim Spielen musste Max ein bestimmtes Auto fahren: ein M1 ProCar 01:21.

Danach begleitete ihn der M1 mit Modellautos und Postern. Ein echter M1 blieb für ihn unerreichbar, doch das ProCar war laut Max der Anstoß zu diesem Projekt.

Die konkrete Idee entstand auf der Essen Motor Show im Gespräch mit Alex von der Tofu Garage, der ihm ein neues Bodykit zeigte. Max ist nach eigener Aussage kein Fan von „irgendwas Hergebasteltem“, doch die Proportionen des Autos mit diesem Kit überzeugten ihn.

Am Ende des Videos ruft Max bei Alex an und gibt den Startschuss, Alex bestellt das Kit in Japan. Welches Kit es genau ist, verrät dieses Video nicht.

In welchem Zustand war der E31 850i als Projektbasis?

In einem sehr schlechten. Der schwarze E31 850i hatte zwölf Vorbesitzer, einen Hagelschaden über das ganze Auto und Spaltmaße, die laut Max nirgends passten 21:17.

  • Karosserie: Rost an allen Radkästen, ein Radkasten innen durchgerostet, Schweller so marode, dass Max mit der Faust hineinfassen kann.
  • Unfallspuren: rundherum angefahren, stark verformtes Heckblech, verzogenes Seitenteil links, gebrochene Nase an der Frontstoßstange.
  • Dichtungen und Glas: undichtes Schiebedach, gesprungene Heckscheibe mit undichter Verklebung, sich lösende hintere Fenster.
  • Technik und Innenraum: ausgelaufene Dämpfer, Ölverlust am Motor, durchgesessene Sitze, aufgerissenes Lenkrad, kaputter Himmel.

Trotzdem lief der V12 mit fünf Litern Hubraum, das Getriebe funktionierte und der Achter fuhr „so halbwegs“. Warum Max ihn gekauft hat, sagt er selbst:

„Warum habe ich dieses Auto gekauft? Ganz einfach, weil wohl keine Schraube mehr an diesem Achter original bleiben wird.“

Max im Video 25:42

Auch die Richtung gab Max im Februar 2021 schon vor:

„Unter sechshundert bis achthundert PS Handschalter mit gesperrter Hinterachse geht hier gar nix.“

Max im Video 26:10

Fazit: Lohnt sich ein E31 850i in diesem Zustand als Projektbasis?

Als Restaurierungsobjekt nicht, als Basis für einen kompletten Umbau schon. Max sagt selbst, dass so ein Zustand normalerweise nicht sein Fall ist, wie du an unserem Alpina B3 aus erster Hand siehst. Ohne den Kauf wäre der Achter laut Max womöglich in der Presse gelandet.

Das Video ist der Auftakt einer Projektserie: viel M1-Geschichte, ein ehrlicher Zustandsbericht und ein Plan, der im Februar 2021 noch ganz am Anfang stand. Welches Kit es wird und welche Leistung am Ende steht, lässt dieses Video offen.

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Häufige Fragen

Wie viele BMW M1 wurden gebaut?

Laut Max 399 Stück, dazu kamen die ProCars. Deren Zahl ist umstritten, Max nennt etwa 50.

Max erklärt’s im Video ab 6:10 →

Wie viel PS hat das BMW M1 ProCar?

Laut Max 500 PS aus dem M88/2 mit Flachschieber statt Einzeldrosselanlage. Den Serien-M1 gibt er mit 277 PS an.

Max erklärt’s im Video ab 14:33 →

Welcher Motor steckt im BMW M1?

Der M88/1. Laut Max war er der allererste BMW-Reihensechszylinder mit 24 Ventilen, also vier pro Zylinder.

Max erklärt’s im Video ab 9:31 →

Was plante MX Motorsports mit dem E31 850i?

Zum Projektstart im Februar 2021 nannte Max 600 bis 800 PS, Handschaltung und eine gesperrte Hinterachse. Dazu kommt ein Bodykit aus Japan.

Max erklärt’s im Video ab 26:10 →
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