BMW M4 GT4 Trackday am Nürburgring: Slicks, Bremse, Sturz

Im Video von Mai 2026 fährt Max den BMW M4 GT4 zum ersten Mal auf der Rennstrecke: beim GERcollector Track Day auf der GP-Strecke des Nürburgrings. Hier liest du, was kalte Reifen, Rennbremse und Fahrwerk zeigten und welche Baustellen Max danach nannte.

Max Pühl Kfz-Meister · Inhaber MX Motorsports Video vom Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei laut Max acht bis neun Grad Asphalttemperatur hielten neue Cup-2-Reifen das Temperaturfenster nur etwa 15 Sekunden.
  • Die Rennbremse hat keinen Bremskraftverstärker: Max bremst mit dem linken Fuß und muss sehr fest treten.
  • An der Vorderachse hatte Max mehr Grip erwartet. GT4-Fahrzeuge fahren auf GP-Strecken laut Max über vier Grad Sturz.
  • Als Erstes wollte Max die Zündaussetzer klären, dazu kamen Abgasanlage, Downpipes, Carbonteile und ein Design in M-Farben.
Inhalt6 Abschnitte

Wie lief der BMW M4 GT4 Trackday am Nürburgring?

Erst zäh, dann begeisternd. Der BMW M4 GT4 Trackday im Video von Mai 2026 ist für Max die „Einweihungsparty“: Beim GERcollector Track Day auf der GP-Strecke des Nürburgrings fährt er das Auto zum ersten Mal selbst 00:14.

An diesem Tag spulte er laut eigener Aussage 30 bis 40 Runden ab.

Auto
BMW M4 GT4 in Neonorange
Motor
S55
Fahrwerk
Öhlins TTX mit H&R-Federsatz
Bremse
ohne Bremskraftverstärker, AP-Beläge
Reifen
morgens neue Cup 2 in 295 rundum, danach Slicks
Strecke
Nürburgring, GP-Strecke

Warum kalte Cup 2 und Slicks kaum funktionieren

Weil sie nicht ins Temperaturfenster kommen. Gegen halb neun hatte der Asphalt laut Max „acht oder neun Grad, wenn überhaupt“. Heizdecken für die Slicks hatte er nicht dabei, also ging es auf neuen Cup-2-Reifen los.

Bis die im Temperaturfenster waren, dauerte es lange – und dann hielt das Fenster nur etwa 15 Sekunden 01:23. Leute von BMW Motorsport rieten ihm: „Vergiss es. Ganz oder gar nicht.“

Max wartete zwei Stunden, bis die Sonne den Asphalt aufgewärmt hatte, und wechselte auf Slicks. Auch die brauchten lange, sie waren laut Max alt.

„Es geht da gar nicht darum, dass wir heute irgendwie Bestzeiten fahren, sondern ich wollte einfach mal in dieses Auto reinfühlen“

Max im Video 02:01

Wie bremst ein M4 GT4 ohne Bremskraftverstärker?

Nur mit sehr viel Kraft im linken Fuß. Dass es wild wird, wusste Max, aber nicht, dass die Bremse so wild ist. Ohne Bremskraftverstärker und mit AP-Belägen muss er „alles, was geht“ reintreten, damit ansatzweise etwas bremst 04:58.

Mit rechts zu bremsen, daran brauche man im Rennauto gar nicht zu denken. Beeindruckt hat Max, was die Bremse wegsteckt: Auf der Start-Ziel-Geraden geht er Runde für Runde von 240 bis 250 km/h voll in die Eisen, bis auf 30.

Max’ Tipp

Kalte Reifen bekommst du laut Max gut über die Bremse warm: abwechselnd Gas und Bremse. Deshalb war er in den ersten Runden „mehr am Bremsen als am Schnellfahren“.

Auch der Vortrieb beeindruckte ihn. Das Auto hat für Max „viel zu viel Leistung“, eine halbwegs saubere Linie sei kaum möglich, weil es so abgeht. Den mechanischen Grip lobt er ausdrücklich.

Wie viel Sturz fahren GT4-Fahrzeuge auf der GP-Strecke?

Laut Max durch die Bank über vier Grad 18:03. Die Frage kam auf, weil ihn die Vorderachse überrascht hatte: Mit Slicks und dieser Einstellung hatte er mehr Grip erwartet.

über 4°Sturz fahren GT4-Fahrzeuge laut Max auf GP-Strecken.

Ein leicht gemachter F80 mit etwas Track-Zubehör, der vor ihnen fuhr, war fast so schnell. Eine eigene Vermessung hatte Max noch nicht gemacht. Laut BMW, so Max, waren es vorn etwa 3,6 bis 3,7 Grad und hinten 3,0 bis 3,1 Grad.

Sein Gesprächspartner schätzte eher 3,5 Grad vorn und 2,8 hinten. Max zweifelte, ob so viel Sturz gut ist, weil er beim Bremsen Nachteile bringt. Wie das Setup genau aussah, wusste zu dem Zeitpunkt niemand.

Beim Reifendruck zählt jede Runde: Nach fünf oder sechs Runden hatte Max 1,8 bis 1,9 bar, nach nur einer Cool-down-Runde war der Druck schon niedriger. Eine Anzeige dafür hatte das Auto, Sensoren waren aber keine verbaut.

Wie eine Motorsportvermessung abläuft, zeigt unser Beitrag zur Motorsportvermessung am BMW M4. Unsere Arbeit am Fahrwerk beschreibt die Seite Fahrwerkstechnik.

Welche Baustellen zeigte der M4 GT4 nach dem Trackday?

Zuerst die Zündaussetzer: Sie waren laut Max sehr deutlich zu spüren, auch auf dem Beifahrersitz. Die Ursache zu finden, nannte er „das erste Kapitel“. Für Max war das Auto noch lange nicht perfekt 11:12:

  • Achsen: etwas Rost.
  • Abgasanlage: klang laut Max nicht gut und war stark verschlissen.
  • Downpipes: sollten eine Hitzeummantelung bekommen.
  • Ladeluftkühler: sollte raus.
  • Fahrersitz: abgenutzt, sollte ebenfalls raus.

Sichtcarbon und M-Farben statt Neonorange

Der Heckflügel war rohes, unlackiertes Carbon, laut Max wahrscheinlich aus Kosten- und Gewichtsgründen, und wirkte deshalb milchig 11:40. Auch daran wollte er ran.

„Das machen wir natürlich auch alles hübsch, weil Rennauto muss nicht nur schnell fahren, es muss auch gut aussehen.“

Max im Video 12:01

Lackierte Carbonteile wie der Splitter sollten wieder Sichtcarbon werden, die Spiegelkappe weiß, das Neonorange sollte verschwinden. Fest stand für Max: Es wird „irgendwas mit M“, also M-Farben, M-Flaggen, M-Design.

Mehr zu Anbauteilen findest du auf unserer Seite Carbon & Aerodynamik, Teile für die Baureihe unter Tuning-Teile für M2 F87, M3 F80 und M4 F82.

Fazit: Hat der M4 GT4 Max beim ersten Trackday überzeugt?

Ja, mit einer Einschränkung. Bremse, mechanischer Grip und Leistung begeisterten Max, nur an der Vorderachse hatte er mehr Grip erwartet. Den Rest hatte er sich ungefähr so vorgestellt.

Ehrlich ordnet er ein, dass sich ein Auto schwer bewerten lässt, das man noch nie selbst gefahren ist. Fertig war der GT4 nach diesem Tag nicht: Zündaussetzer, Setup und Design standen ganz oben auf der Liste.

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Häufige Fragen

Warum funktionieren Cup-Reifen und Slicks auf kalter Strecke nicht?

Sie erreichen ihr Temperaturfenster kaum. Bei laut Max acht bis neun Grad Asphalttemperatur hielten neue Cup 2 das Fenster nur etwa 15 Sekunden, auch die Slicks brauchten lange. Auf wärmerem Asphalt ging es leichter.

Max erklärt’s im Video ab 1:23 →

Hat der BMW M4 GT4 einen Bremskraftverstärker?

Nein. Max bremst mit dem linken Fuß und muss laut eigener Aussage alles reintreten, was geht, damit ansatzweise etwas bremst. Dazu kommen AP-Bremsbeläge.

Max erklärt’s im Video ab 4:58 →

Wie viel Sturz fahren GT4-Fahrzeuge auf der GP-Strecke?

Laut Max durch die Bank über vier Grad. Für seinen M4 GT4 nannte er nach BMW-Angabe vorn etwa 3,6 bis 3,7 Grad und hinten 3,0 bis 3,1 Grad, ohne eigene Vermessung.

Max erklärt’s im Video ab 17:32 →

Wie bekommt man Reifen auf der Rennstrecke schneller warm?

Laut Max gut über die Bremse: abwechselnd Gas und Bremse. Deshalb war er in den ersten Runden mehr am Bremsen als am Schnellfahren.

Max erklärt’s im Video ab 4:58 →

Was wollte Max am M4 GT4 als Erstes angehen?

Die Zündaussetzer. Danach standen Abgasanlage, hitzeummantelte Downpipes, Ladeluftkühler, Fahrersitz, Carbonteile und ein neues Design in M-Farben auf seiner Liste.

Max erklärt’s im Video ab 16:55 →
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