Öl-Ratgeber von Max

Welches Öl für den BMW S63?

Wir füllen in den S63 ein 5W-40 und wechseln früh, weil beim V8-Biturbo schnell Kraftstoff im Öl landet.

Max Pühl füllt Motoröl ein Max’ EmpfehlungBMW S63
Viskosität
5W-40
Wechseln
Alle 5.000–10.000 km, mindestens einmal im Jahr – am besten vor dem Winter

Warum 5W-40 im S63?

Der S63 ist ein Turbomotor, und Turbomotoren mögen dünneres Öl als die hochdrehenden M-Saugmotoren. Ein 10W-60 wäre zu dick. Zu dünn soll es aber auch nicht sein: Ein 5W-40 puffert laut Alex von Motul unverbrannten Kraftstoff im Öl besser als ein 5W-30 oder 0W-30 (02:47).

Beim S63 gibt Max zusätzlich die Empfehlung eines Bekannten aus der Motorenentwicklung weiter: mindestens 5W40, ohne Winterbetrieb am besten 5W50 (21:23). In seinen eigenen M6 füllte Max knapp zehn Liter Motul 8100 X-cess Gen 2 in 5W40.

Warum beim S63 früh wechseln?

Wegen der Spritverdünnung. Nach dieser Empfehlung ist das Öl nach 5.000 km so mit Kraftstoff gesättigt, dass Zylinderbänke ausgewaschen werden und Lagerschalen kaputtgehen können (21:32). Max wechselt bei seinem M6 deshalb spätestens nach 5.000 km – am unteren Ende unserer Regel von 5.000 bis 10.000 Kilometern. Unabhängig von den Kilometern gilt: mindestens einmal im Jahr, am besten vor dem Winter.

Woher kommt der Kraftstoff im Öl?

Oft von den Injektoren. Am M6 zeigte eine viel schwärzere Zündkerze, dass ein Zylinder fetter lief, der Injektor dazu war deutlich verrußt (31:46).

„Spritverdünnung ist ein großes Thema bei diesen Teilen.“

Max Pühl · Video vom 07.12.2025, 33:06

Als Ursachen für verkokte Injektoren nennt Max Kurzstrecke und schlechte Kraftstoffqualität. Ein Injektorreiniger, mit einer Tankfüllung gefahren, löst Ablagerungen: Im Versuch lösten sich nach nicht einmal einer halben Minute die ersten Partikel (38:50). Danach kann laut Max ein Injektorschutz folgen. Max räumt aber ein, dass der Versuch nur die Außenseite zeigt.

Ölverbrauch und Ölabscheider

Braucht ein früher S63 viel Öl, können zugesetzte Ölabscheider dahinterstecken. Dann zieht es unter Last den Ölnebel in den Lader, laut Max gefühlt einen Liter auf 1.000 km (01:50). Beim Ölwechsel selbst gilt: Der Ölfilter sitzt unten, die Bodenplatte kommt vorher ab (23:00).

Welches Öl in andere BMW-Motoren gehört, steht im Motoröl-Ratgeber für BMW. Injektoren, Service und Projekte zum V8-Biturbo findest du unter Alles zum BMW S63.

Häufige Fragen zum Öl im S63

Welches Motoröl braucht der BMW S63 im M6?

Max gibt die Empfehlung eines Bekannten aus der Motorenentwicklung weiter: mindestens 5W40, ohne Winterbetrieb am besten 5W50. In seinen M6 füllte er knapp zehn Liter Motul 8100 X-cess Gen 2 5W40.

Mehr dazu im Beitrag: S63 Injektoren wechseln: Kerzenbild und Service am M6 F13 →Max erklärt’s im Video ab 21:23

Wie oft sollte man beim S63 das Öl wechseln?

Laut dieser Empfehlung spätestens nach 5.000 km. Danach ist das Öl durch Kraftstoffverdünnung so gesättigt, dass Zylinderbänke ausgewaschen werden und Lagerschalen kaputtgehen können.

Mehr dazu im Beitrag: S63 Injektoren wechseln: Kerzenbild und Service am M6 F13 →Max erklärt’s im Video ab 21:32

Wo sitzt der Ölfilter beim S63?

Unten am Motor. Max rät, vor dem Ölfilterwechsel die Bodenplatte abzubauen, sonst gibt es eine große Sauerei.

Mehr dazu im Beitrag: S63 Injektoren wechseln: Kerzenbild und Service am M6 F13 →Max erklärt’s im Video ab 23:00

Warum verbrauchen frühe S63 viel Öl?

Bei den ersten N63 und S63 können laut Max die Ölabscheider vergammeln. Sind sie zu, landet unter Last der komplette Ölnebel im Lader, der Verbrauch liegt dann gefühlt bei einem Liter auf 1.000 km.

Mehr dazu im Beitrag: Scheinwerfer für Linksverkehr: M6 F13 aus Japan TÜV-fertig →Max erklärt’s im Video ab 2:00

Soll man ein eingewintertes Auto regelmäßig starten?

Nein. Kurzes Laufenlassen im Stand bringt wieder unverbrannten Kraftstoff und saure Komponenten ins Öl. Austrocknende Dichtungen sind laut Max bei heutigen Autos kein Thema mehr.

Mehr dazu im Beitrag: BMW Motoröl: 10W-60 oder 5W-40 – welches Öl für welchen Motor? →Max erklärt’s im Video ab 9:20

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