S63 Injektoren wechseln: Kerzenbild und Service am M6 F13

Im Video von Dezember 2025 holt sich Max wieder ein BMW M6 Coupé F13 aus Japan: Ende 2015, S63-V8-Biturbo, 27.623 km. Beim großen Service zeigt er, wie ein Zündkerzenbild einen verrußten Injektor verrät und warum er alle acht S63-Injektoren wechselt.

MX Motorsports · Wissen aus dem Video mit Max 5 Min. Lesezeit

Im Video – direkt zur Stelle springen:

Welcher BMW M6 F13 steht im Video?

Ein M6 Coupé (F13) aus Japan, Baujahr Ende 2015, mit original 27.623 km. Im Video von Dezember 2025 stellt Max seinen zweiten M6 vor und zeigt beim großen Service, warum er gleich alle S63 Injektoren wechselt 03:37.

Es ist ein Facelift-Modell (LCI) mit Euro 6 und laut Max sonst komplett Serie. Seinen ersten M6, einen Vorfacelift mit Euro 5, hatte er verkauft. Diesmal wollte er bewusst ein unberührtes Auto statt eines getunten.

Modell
BMW M6 Coupé F13, Facelift (LCI), Japan-Import
Baujahr
Ende 2015
Motor
S63B44, 4,4-Liter-V8-Biturbo ohne OPF
Getriebe
Doppelkupplung
Ausstattung
Bang & Olufsen, großes Individual-Lederpaket, Carbon, Klima hinten, Alcantara-Himmel in Anthrazit, alle Assistenzsysteme
Auction Sheet
Note 4,5 B
27.623 kmhatte das M6 Coupé aus Japan original gelaufen.

Die Note 4,5 B im Auction Sheet kommentiert Max knapp: „Also mehr geht gar nicht.“ Die Chromdetails an Niere, Kotflügel, Endrohren und M6-Emblem bleiben, weil sie für ihn das Gesicht des Autos ausmachen.

Auf der Bühne bestätigte sich der Eindruck. Wie bei Japan-Autos üblich gibt es laut Max keinen Rost, Beläge und Scheiben sind wie neu und haben nur vom Transport etwas Flugrost angesetzt. Praktisch beim F13: Die Stoßstange ist schon die EU-Version, ein Umbau entfällt.

Ein M6 Coupé war übrigens auch schon Teil einer früheren Lieferung aus Japan, die Max im Beitrag BMW M Japan-Import: M6, E92 M3 und E46 M3 zeigt.

Wie ist der S63 im M6 F13 aufgebaut?

Wie zwei Vierzylinder mit eigener Steuerung. Es gibt eine Driver- und eine Passenger-DME nach dem Master-Slave-Prinzip, die Driver-DME ist der Chef. Jede Zylinderbank hat ein eigenes System und einen eigenen Lader 14:04.

Die Turbolader sitzen im sogenannten heißen V, also zwischen den Zylinderbänken. Gekühlt wird die Ladeluft über Wasserladeluftkühler, die laut Max auch viele andere Turbomotoren von BMW, Mercedes und Audi nutzen.

Zwei Details zeigt Max beim Zerlegen: Die beiden Motorsteuergeräte sind zusätzlich wassergekühlt, weil sie über den Katalysatoren hängen und sonst extrem heiß würden. Und jede Bank hat ihre eigene Hochdruckpumpe.

Die Downpipes kommen von oben und laufen hinten über das Getriebe nach unten. Teile für die großen M-Modelle findest du in unserer Kategorie Tuning-Teile für BMW M5, M8 und X3 M bis X6 M.

Welches Motoröl braucht der S63 und wann wechseln?

Mindestens 5W40, ohne Winterbetrieb am besten 5W50, gewechselt spätestens nach 5.000 km. Diese Empfehlung gibt Max von einem Bekannten aus der Motorenentwicklung weiter – aus einer Firma, in der solche Motoren auf dem Prüfstand bis zum Letzten getestet werden 21:23.

Der Grund ist die Kraftstoffverdünnung. Nach 5.000 km ist das Öl laut dieser Empfehlung so gesättigt, dass die Zylinderbänke ausgewaschen werden und Lagerschalen kaputtgehen können. Max hält sich beim eigenen M6 daran.

Eingefüllt hat er Motul 8100 X-cess Gen 2 in 5W40, knapp zehn Liter. Welches Öl zu welchem BMW-Motor passt, liest du in unserem Beitrag BMW Motoröl: 10W-60 oder 5W-40.

Der Ölfilter sitzt beim S63 unten. Max rät, vorher die Bodenplatte abzubauen, sonst gibt es eine große Sauerei.

Und Softwaretuning am S63?

Davon rät Max bei diesem Motor ab. Seine Reihenfolge: Erst leiden die Katalysatoren, dann die Lader, am Ende das Pleuel. Bekommt das Pleuel einen Knick, fangen die Motoren an zu klappern. Was ein Lagerschaden bedeutet, zeigt unsere Seite Pleuellager-Service.

Was gehört zum großen Service am S63?

Deutlich mehr als Öl und Filter. Für seinen M6 hatte Max Folgendes vorbereitet 25:40:

  • Motoröl und Ölfilter
  • zwei Luftfiltereinsätze und zwei Innenraumfilter mit Aktivkohle
  • acht Zündkerzen und acht Zündspulen
  • acht Injektoren
  • neue Einsätze für die Motorentlüftung mit Ölabscheider
  • Wischerblätter

Dafür müssen Luftfilterkästen, die Halter der Steuergeräte und der Ausgleichsbehälter raus. Weil der Motorraum so eng und voller Kabel ist, lassen laut Max viele Kunden die Inspektion 2 aus. Die Kerzen sind dann oft zehn Jahre alt und haben 200.000 km hinter sich.

Ölfilter und Kerzen nahm Max original von BMW. Spulen und Injektoren stammen beim S63 aus dem Zubehör von Bosch, weil es laut Max dieselben Teile sind. Beim S55 setzt er dagegen nur auf die originale Delphi-Spule, gerade mit Leistungssteigerung.

Wie wir Wartung angehen, steht auf unserer Seite Service & Wartung.

„Ich will nämlich mit dem Auto fahren und nicht schrauben.“

Max im Video 24:20

Woran erkennt man am Zündkerzenbild einen defekten Injektor?

An einer Kerze, die viel schwärzer ist als die anderen. Genau das fand Max am letzten Zylinder: Dieser Zylinder läuft fetter als der Rest 31:46.

Die Lambdaregelung wäre laut Max als Ursache eher seltsam. Sie regelt immer die ganze Bank, weil die Vorkat-Sonde nicht unterscheiden kann, welcher Zylinder fett oder mager läuft. Dann müssten alle vier Zylinder dieser Bank fetter laufen.

Bleibt der Injektor: Max tippte auf einen undichten oder verkokten. Nach dem Ausbau war der Injektor am letzten Zylinder deutlich verrußt, passend zur Zündkerze.

„Spritverdünnung ist ein großes Thema bei diesen Teilen.“

Max im Video 33:06

Warum S63 Injektoren wechseln – und gleich alle acht?

Weil der Abgleich im Stand wenig über die Volllast verrät. Mit dem BMW-Tester gibt es zwar einen Injektormengen- und einen Laufunruhenabgleich, beide laufen aber nur ohne Last im Stand 33:10.

Entscheidend ist laut Max das Verhalten unter Volllast, etwa mit 300 km/h auf der Autobahn bei 7.500 bis 8.000 Umdrehungen. Dann kann aus einem tropfenden Injektor schnell ein Motorschaden werden, eine Auswaschung oder eine abgebrannte Zündkerze.

„Kostet alles Geld, aber das Ganze hier kostet hundertmal mehr wie acht neue Injektoren.“

Max im Video 33:59

Für den Tausch muss das komplette Rail raus. Die Leitungen von der Hochdruckpumpe zum Rail und vom Rail zu den Injektoren sind verlötet und lassen sich nicht einzeln abnehmen.

Was bringt ein Injektorreiniger im Tank?

Er löst Ablagerungen – das zeigte Max mit einem kleinen Versuch. Er legte den verrußten Injektor in den Motul-Injektorreiniger, und nach nicht einmal einer halben Minute lösten sich die ersten Partikel 38:50.

Normalerweise wird der Reiniger mit einer Tankfüllung gefahren: Flasche in den vollen Tank, Tank leer fahren. Max räumt ein, dass im Versuch nur die Außenseite sauber wird. Entscheidend sind die feinen Löcher und der Bereich direkt dahinter.

Als Ursachen für verkokte Injektoren nennt Max Kurzstrecke und schlechte Kraftstoffqualität. Nach dem Reiniger gibt es laut ihm noch einen Injektorschutz, den man nach der zweiten Tankfüllung fahren kann. Weitere Additive findest du in unserer Kategorie Motoröl, Getriebeöl & Additive.

Max’ Tipp

Der Reiniger greift Augen, Haut und Lack an. Leg beim Einfüllen einen Lappen unter und wisch Tropfen auf dem Lack sofort ab – das Zeug wirkt wie Bremsflüssigkeit.

Fazit: Lohnt sich der große Service mit neuen Injektoren am S63?

Laut Max ja. Am M6 mit nur 27.623 km zeigte das Kerzenbild trotzdem einen fett laufenden Zylinder und einen verrußten Injektor. Wer den S63 schnell fährt, sichert sich mit acht neuen Injektoren gegen einen deutlich teureren Schaden ab.

Dazu gehört für Max ein kurzes Ölwechselintervall, weil Kraftstoffverdünnung beim S63 ein großes Thema ist. Der Rest des M6 mit Scheinwerfern, Aufbereitung und TÜV war für einen zweiten Teil vorgesehen.

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Häufige Fragen

Welches Motoröl braucht der BMW S63 im M6?

Max gibt die Empfehlung eines Bekannten aus der Motorenentwicklung weiter: mindestens 5W40, ohne Winterbetrieb am besten 5W50. In seinen M6 füllte er knapp zehn Liter Motul 8100 X-cess Gen 2 5W40.

Max erklärt’s im Video ab 21:23 →

Wie oft sollte man beim S63 das Öl wechseln?

Laut dieser Empfehlung spätestens nach 5.000 km. Danach ist das Öl durch Kraftstoffverdünnung so gesättigt, dass Zylinderbänke ausgewaschen werden und Lagerschalen kaputtgehen können.

Max erklärt’s im Video ab 21:32 →

Woran erkennt man an der Zündkerze einen defekten Injektor?

Ist eine Kerze viel schwärzer als die übrigen, läuft dieser Zylinder fetter. Weil die Lambdaregelung immer die ganze Bank regelt, tippt Max dann auf einen undichten oder verkokten Injektor.

Max erklärt’s im Video ab 31:46 →

Warum beim S63 alle Injektoren tauschen statt nur einen?

Der Abgleich mit dem BMW-Tester läuft nur ohne Last im Stand. Entscheidend ist aber die Volllast – dort kann aus einem tropfenden Injektor laut Max schnell ein Motorschaden werden.

Max erklärt’s im Video ab 33:10 →

Kann man beim S63 Zündspulen und Injektoren aus dem Zubehör verbauen?

Laut Max ja, weil es dieselben Bosch-Teile sind. Beim S55 setzt er dagegen nur auf die originale Delphi-Spule, gerade mit Leistungssteigerung.

Max erklärt’s im Video ab 29:42 →

Wo sitzt der Ölfilter beim S63?

Unten am Motor. Max rät, vor dem Ölfilterwechsel die Bodenplatte abzubauen, sonst gibt es eine große Sauerei.

Max erklärt’s im Video ab 23:00 →
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