Scheinwerfer für Linksverkehr: M6 F13 aus Japan TÜV-fertig

Im Video von Februar 2026 macht Max den BMW M6 F13 aus Japan fit für den TÜV: Die Scheinwerfer für Linksverkehr müssen raus, Umflashen klappt nicht. Außerdem erklärt er, warum er beim S63 die Ölabscheider vorsorglich getauscht hat.

MX Motorsports · Wissen aus dem Video mit Max 5 Min. Lesezeit

Im Video – direkt zur Stelle springen:

Warum bekommen Scheinwerfer für Linksverkehr keinen TÜV?

Weil sie den Gegenverkehr blenden. Scheinwerfer für Linksverkehr leuchten mit ihrem Lichtkeil die linke Fahrbahnseite aus. Deshalb braucht der BMW M6 F13 aus Japan im Video von Februar 2026 neue Scheinwerfer, bevor er zum TÜV kann 03:29.

In Deutschland ist es genau umgekehrt: Der Keil zeigt nach rechts und leuchtet die rechte Seite aus, damit du Rehe, Fußgänger und Radfahrer früh siehst. So haben es alle deutschen Fahrzeuge.

„So kein TÜV, denn logischerweise blendet ihr den kompletten Gegenverkehr.“

Max im Video 03:51

Mechanisch ist der M6 zu diesem Zeitpunkt fast fertig, der Service ist erledigt und alles wieder zusammengebaut. Die Eckdaten:

Modell
BMW M6 Coupé (F13) aus Japan
Baujahr
2015 laut Max, mit LCI-Bauteilen wie dem Navi Professional
Laufleistung
rund 26.000 km
Motor
S63
Scheinwerfer
Vor-Facelift, Lichtbild für Linksverkehr
Service
Teile in Erstausrüsterqualität: Injektoren, Zündspulen, Kerzen, Luft- und Innenraumfilter, Ölabscheider, Öl; dazu Klimaservice
Noch offen
Bremsen und Räder

Kann man japanische LED-Scheinwerfer auf EU-Lichtbild umprogrammieren?

Nicht bei diesem M6. Manche raten laut Max, die Scheinwerfer im BMW-Programm einfach auf EU zu flashen. Das funktioniert hier nicht, weil in den LED-Scheinwerfern feste Mechanik steckt 03:56.

Bei LED-Scheinwerfern anderer Hersteller geht das teilweise, bei diesem Modell nicht. Für den TÜV bleibt also nur der Tausch gegen Scheinwerfer mit EU-Lichtbild.

Dazu kommt ein optischer Grund. Der M6 ist laut Max ein „Zwitter“: Baujahr 2015 mit LCI-Bauteilen, aber noch mit Vor-Facelift-Scheinwerfern. Deren Glas, vermutlich Polycarbonat, ist durch UV-Licht und Hitze verkrakelt.

Das fällt nur auf, wenn man genau hinschaut, wie Max selbst sagt. Genau das tut er aber, und schon wegen des TÜV mussten neue Scheinwerfer her. Bei seinem ersten M6 hatte er es genauso gemacht.

Neue oder gebrauchte Scheinwerfer für einen Japan-Import?

Neue, zumindest bei einem Auto wie diesem. Der M6 hat erst 26.000 bis 27.000 km gelaufen, und der Rest des Fahrzeugs ist entsprechend gut erhalten 06:03.

Gebrauchte Scheinwerfer, die diesen Zustand erreichen oder ihm auch nur nahekommen, findet Max nach eigener Einschätzung kaum. Deshalb entschied er sich für neue Teile, das Auto ist es ihm wert.

„Und da wir ja alle wollen, dass das Auto am Ende ausschaut, als wär’s grad vom Band gelaufen.“

Max im Video 06:29

Die neuen Scheinwerfer stammen von ZKW, wie man es vom E36 kennt. Als Herstelldatum nennt Max den 31. Juli 2024.

Max’ Tipp

Kontrolliere neue Teile direkt nach der Lieferung. Wer sie wochenlang liegen lässt und erst dann einen Defekt findet, muss klären, wer die Rechnung zahlt.

Wie werden die Scheinwerfer am M6 F13 eingebaut?

Nur mit abgebauter Frontstoßstange. Die Hälfte des Scheinwerfers sitzt unten, ebenso die Steuergeräte 06:41. So geht Max vor:

  1. Stoßstange abbauen. Erst dann kommst du an die untere Hälfte der Scheinwerfer und an die Steuergeräte.
  2. Scheinwerfer einsetzen und prüfen. Nach dem Einbau kontrolliert Max, ob alles gerade sitzt.
  3. Grundeinstellung mit dem BMW-Tester. Die Scheinwerfer werden zuerst mit dem Diagnosegerät eingestellt.
  4. Manuell justieren. Danach stellt Max sie von Hand nach, laut ihm „aufs Hundertstel“.

Die Stoßstange bleibt danach bewusst ab. Blätter und Grillen aus Japan hat Max schon herausgesaugt, jetzt wird gewaschen. Die Oberseite des Stoßstangenteils unter den Scheinwerfern wird vorab poliert, weil man dort mit der Poliermaschine später kaum hinkommt.

Anschließend geht der M6 zu einem professionellen Aufbereiter in Bamberg: dreistufige Politur, alle Kratzer raus, Lack auf Neuzustand. Ob danach Keramik oder ein Wachs von Hand draufkommt, war im Video noch offen.

Der Aufbereiter bekommt die Stoßstange zerlegt und poliert und versiegelt sie an den Stellen, an die man später nicht mehr herankommt. Erst danach baut Max sie an, und das ganze Auto ist an der Reihe.

Warum tauscht Max beim S63 die Ölabscheider?

Vorsorglich, weil ohnehin alles zerlegt war. Bei den ganz frühen N63 und S63 können die Ölabscheider laut Max total vergammeln, später gab es von BMW eine Neuerung 02:00.

Im Ölabscheider sitzt eine Membran, die zwischen Saug- und Druckseite schaltet. Die Öldämpfe gelangen über ein Kunststoffteil an der Saugseite in den Turbolader, der sie zurück in den Motor drückt. Möglichst viel Ölnebel wird dabei wieder zu Öl und fließt zurück.

1 LiterÖl auf 1.000 km kann ein früher S63 laut Max gefühlt brauchen, wenn die Ölabscheider zu sind.

Sind sie zu, zieht es unter Last den kompletten Ölnebel in den Lader, bis der ganze Lader verölt ist. Die alten Teile des M6, noch die originalen von 2014, sahen dagegen sauber aus und haben laut Max wohl noch funktioniert.

Auch der Rest des Services ist erledigt: Das Kerzenbild ist gleichmäßig, ein Klimaservice ist gemacht. Die Luftfilter von 2021 waren laut Max geschätzt erst 1.000 bis 5.000 km gelaufen, kamen aber trotzdem neu.

Wie der große Service mit neuen Injektoren lief, steht im Beitrag S63 Injektoren wechseln. Alles zur Wartung bei uns findest du unter Service & Wartung.

Wie gut sind Japan-Importe wie dieser E60 530i?

Oft erstaunlich gut. Für den M6 muss im Showroom ein E60 530i LCI von 2008 in Alpinweiß weichen, ebenfalls aus Japan und mit 155.000 km 09:39.

Steinschläge hat er praktisch keine, nur stecknadelkopfgroße Stellen wurden ausgetupft, die Frontscheibe ist nahezu ohne Steinschlag. Der Lack ist dreistufig poliert, die Shadowline-Teile glänzen, neue Seitenblinker sind drin. Fahrwerk, Felgen und Endrohre sind Serie.

Der Motorraum ist unberührt, so wie das Auto ankam. Selbst die kleinen Schrauben sind ohne Rost, bei einem deutschen Auto wäre das laut Max alles verrostet. Vorgesehen waren im Video noch neue Reifen, aufbereitete Räder, HU und AU sowie die deutsche Zulassung.

Als Neuzugang zeigt Max außerdem einen E46 330Ci von 2001 mit M54B30 und 231 PS, ebenfalls aus Japan, mit rund 72.000 km und komplett Serie.

Fazit: Was braucht ein M6 aus Japan für den TÜV?

Vor allem Scheinwerfer mit EU-Lichtbild. Umprogrammieren klappt beim M6 F13 laut Max nicht, also kamen neue Scheinwerfer von ZKW, eingestellt mit dem BMW-Tester und von Hand. Den Service mit neuen Ölabscheidern hatte der S63 da schon hinter sich.

Bremsen und Räder standen im Video noch aus, das Fahrwerk bleibt vorerst. Wie die Aufbereitung ausging, liest du im Beitrag BMW M6 Aufbereitung, Teile für die großen M-Modelle in der Kategorie Tuning-Teile für BMW M5, M8 und X M.

Häufige Fragen

Warum bekommen Scheinwerfer für Linksverkehr in Deutschland keinen TÜV?

Weil ihr Lichtkeil die linke Fahrbahnseite ausleuchtet und damit bei Rechtsverkehr den Gegenverkehr blendet. In Deutschland muss der Keil nach rechts zeigen.

Max erklärt’s im Video ab 3:29 →

Kann man die LED-Scheinwerfer eines japanischen M6 F13 auf EU flashen?

Laut Max nicht, weil in diesen LED-Scheinwerfern feste Mechanik verbaut ist. Bei LED-Scheinwerfern anderer Hersteller geht das teilweise.

Max erklärt’s im Video ab 3:56 →

Lohnen sich gebrauchte Scheinwerfer für einen Japan-Import?

Bei einem Auto mit wenig Kilometern laut Max kaum. Gebrauchte Scheinwerfer erreichen selten den Zustand eines M6 mit 26.000 km, deshalb wählte er neue.

Max erklärt’s im Video ab 6:03 →

Warum verbrauchen frühe S63 viel Öl?

Bei den ersten N63 und S63 können laut Max die Ölabscheider vergammeln. Sind sie zu, landet unter Last der komplette Ölnebel im Lader, der Verbrauch liegt dann gefühlt bei einem Liter auf 1.000 km.

Max erklärt’s im Video ab 2:00 →

Wie werden neue Scheinwerfer am M6 eingestellt?

Erst per Grundeinstellung mit dem BMW-Tester, danach justiert Max sie von Hand nach.

Max erklärt’s im Video ab 7:44 →
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