BMW E60 M5 aus Japan: Zustand nach Verschiffung und Neuteile
Im Video von Mai 2021 kommen zwei E46 M3 und ein BMW E60 M5 aus Japan bei uns an. Max zeigt, in welchem Zustand der M5 nach der Verschiffung ist, warum er EU-Scheinwerfer braucht und welche Neuteile er bekommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Nach acht oder zehn Wochen auf dem Schiff: leere Batterien, Warnleuchten, leerer Tank, Staub und kleine Transportschäden.
- Der E60 M5 von 2005 mit 109.063 km fuhr weich an und war von unten laut Max „picobello“.
- Wegen des Linksverkehrs braucht ein Japan-Import EU-Scheinwerfer. Der M5 bekommt Hella-Bi-Xenon-Scheinwerfer für europäische Modelle.
- Neuteile nach Max’ OEM-Plus-Linie: Softtouch-Bedienteile, Lenkradspange, Serviceteile und M6-Schmiederäder mit niedrigerer ET.
Inhalt8 Abschnitte
Welche Autos kamen mit der Lieferung aus Japan?
Drei BMW M: ein E46 M3 in Phönixgelb, ein E46 M3 in Carbonschwarz und ein BMW E60 M5 aus Japan in Silverstone Metallic. Im Video von Mai 2021 nimmt Max die Lieferung in Empfang, mit der eine Videoreihe zu Japan-Importen begann 00:42.
Die Autos gehören nicht Max, sondern Kunden oder Freunden, mit denen er sie ersteigert hat. Er hat bei der Auktion beraten und die Autos mit ausgesucht. Ansprechpartner sollte er bleiben, bis Serviceinspektion und TÜV erledigt sind.
Der gelbe M3 von 2001 hat laut Max 100.000 km gelaufen, der schwarze rund 260.000 km. Im Mittelpunkt des Videos steht aber der M5.
- Modell
- BMW M5 (E60)
- Baujahr
- 2005
- Motor
- Fünf-Liter-V10
- Farbe
- Silverstone Metallic
- Laufleistung
- 109.063 km
- Karosserie
- unfallfrei, alle Schrauben original
Den Check des gelben M3 aus dieser Lieferung findest du im Beitrag E46 M3 Phönixgelb aus Japan: Fahrzeug-Check auf der Bühne.
In welchem Zustand kommen BMW aus Japan nach der Verschiffung an?
Mit leeren Batterien, Staub und Warnleuchten, dazu kleine Transportschäden. Die drei Autos waren laut Max acht oder zehn Wochen auf dem Schiff, bevor sie auf dem Trailer bei uns ankamen 01:16.
- Batterien: bei allen drei Autos leer.
- Warnleuchten: Im M5 leuchteten Motorkontrolle und Airbag. Laut Max kann das ein Unterspannungsfehler sein, der Fehlerspeicher wird noch ausgelesen.
- Tank: leer.
- Schmutz: Staub auf dem Lack und innen auf den Scheiben, Dreck von Auktion und Verschiffung.
- Transportschäden: Am gelben M3 hat jemand auf dem Schiff eine Leiste abgerissen, am schwarzen ist ein Blinker kaputt.
Beides nimmt Max gelassen, eine neue Leiste ist laut ihm sehr günstig. Eine Versicherung gibt es für solche Schäden zwar, nach rund 18.000 Kilometern Transportweg lässt sich dafür aber kaum jemand verantwortlich machen.
Wie fährt sich der BMW E60 M5 aus Japan?
Erstaunlich gut. Auf der Probefahrt über unser Gelände fährt der M5 sehr weich an, und das Lenkrad steht schnurgerade 07:25.
Ganz ohne Meldungen geht es nicht. Das Display meldet einen Fehler der Rückhaltesysteme, also den Airbag. Fällig sind laut Bordcomputer unter anderem Mikrofilter, Inspektion und Bremsflüssigkeit, dazu kommt eine Meldung zur Abgasanlage – die Kats will sich Max genauer ansehen.
Beim Start quietscht der Riemen ein wenig. Laut Max ist es eine Umlenkrolle, die noch angeschaut wird.
Zum Vergleich erzählt Max vom weißen E60 M5 aus einem früheren Video: Nach einer harten Probefahrt war dort die Kupplung durch. Ursache waren laut Max der Kupplungsnehmerzylinder im Getriebe und der Kupplungssensor, die Kupplung schliff durch.
Mit Launch Control auf die Bühne zu fahren, lässt Max deshalb lieber bleiben – sonst repariert er am Ende wieder eine Kupplung.
Wie sieht ein E60 M5 aus Japan von unten aus?
Sehr sauber, Max ist auf der Bühne begeistert. Die Räder sind nicht angefahren, „Bremsen, Dämpfer, alles picobello“, von unten ist er laut Max sogar gewachst 17:26.
Auch Differenzial und Abgasanlage findet Max in einem Zustand, den man nach seiner Meinung in Deutschland so nicht bekommt. Etwas Trockeneisstrahlen ist trotzdem geplant.
„Ja, ich kann’s nur jedem ans Herz legen: Kauft euch bitte japanische Autos.“
Max im Video 19:17
Innen das gleiche Bild: Leder und Türverkleidungen zeigen keine Spuren vom Einsteigen auf dem Schiff, obwohl es dort sehr eng ist. Die Karosserie ist unfallfrei, alle Schrauben, etwa an den Kotflügeln, sind original.
Am Motor zeigt sich etwas Kondenswasser. Das hält Max für normal, weil der M5 in den letzten Monaten wohl sehr oft an- und ausgemacht wurde. Neues Öl bekommt er ohnehin.
Zwei Mängel: Haube und Nebelscheinwerfer
Die Haube hält nicht offen, ihre Dämpfer sind hinüber. Außerdem sitzen vorn Nebelscheinwerfer, die dort nicht hingehören.
Ein M5 hat laut Max ab Werk keine Nebelscheinwerfer, an dieser Stelle sitzt der Lufteinlass für Öl und Bremse. Hier wurden Leuchten mit Kabelbindern eingebaut und die Stoßstange angebohrt. Sie muss deshalb runter und wird lackiert.
Warum braucht ein Japan-Import neue Scheinwerfer?
Wegen des Linksverkehrs. Japanische Scheinwerfer haben Streuscheiben und Linsen für die andere Fahrbahnseite, und bei so alten Scheinwerfern lässt sich das laut Max nicht einfach umstellen 21:26.
Der M5 bekommt deshalb Hella-Bi-Xenon-Scheinwerfer für europäische Modelle, die dem Gegenverkehr nicht ins Gesicht leuchten. Die alten Scheinwerfer waren ohnehin stark vergilbt, ebenso die Blinker.
Den Grund sieht Max im Material, denn die Streuscheiben sind aus Kunststoff:
„Da geht der Weichmacher raus und bei der UV-Einstrahlung in Japan ist es einfach so, dass sie so ausschauen.“
Max im Video 22:15
Welche Neuteile bekommt der M5 aus Japan?
Alles, was abgegriffen ist. Der Kunde hat sich entschieden, den M5 in den Neuwagenzustand zu versetzen, die Teile hatte Max schon vorab bestellt 22:30.
- Bedienteile: neue Elemente für die Türverkleidungen. Die Softtouch-Oberfläche zerkratzt mit den Fingernägeln, am Fahrerfensterheber ist sie komplett weg.
- Lenkradspange: neu, weil die alte abgenutzt ist.
- Service: Innenraumfilter, Luftfilter, Scheibenwischer, Ölfilter und Kraftstofffilter.
- Räder: ein gut erhaltener Schmiederadsatz vom M6 mit niedrigerer ET, damit steht der M5 an der Hinterachse etwas breiter.
- Reifen: Die alten Reifen, laut Max wohl noch die Originalbereifung, kommen runter, drauf kommen Pilot Sport.
Die Linie dahinter beschreibt Max so:
„Alle Autos kriegen so ein bisschen meinen Einfluss und ich bin so richtig ein OEM-Plus-Freund, also bissl tiefer, bissl breiter“
Max im Video 20:13
Auffällige Spoiler braucht der M5 aus seiner Sicht nicht, denn er hat einen V10. Wie wir Inspektion und Verschleißteile angehen, liest du unter Service & Wartung, Teile findest du in der Kategorie Tuning-Teile für BMW M5, M8 und X3 M bis X6 M.
Wie der M5 mit den Neuteilen fertig aussieht, zeigt unser Beitrag E60 M5 aufbereiten: Der Japan-Import im fertigen Zustand.
Fazit: Wie gut ist der BMW E60 M5 aus Japan?
Besser, als die Ankunft vermuten lässt. Leere Batterie, Warnleuchten und ein paar kleine Mängel ändern nichts daran, dass Max von Unterboden, Bremsen und Innenraum begeistert ist.
Ganz ohne Arbeit geht es aber nicht: EU-Scheinwerfer sind wegen des Linksverkehrs nötig, dazu kommen Service, die angebohrte Stoßstange und die Teile für den Neuwagenzustand.
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Häufige Fragen
In welchem Zustand kommen Autos aus Japan nach der Verschiffung an?
Bei dieser Lieferung mit leeren Batterien, leerem Tank und Staub auf Lack und Scheiben. Im M5 leuchteten Motorkontrolle und Airbag, laut Max eventuell ein Unterspannungsfehler. Dazu kamen kleine Transportschäden wie eine abgerissene Leiste und ein kaputter Blinker.
Hat ein BMW E60 M5 ab Werk Nebelscheinwerfer?
Nein. Laut Max sitzt an dieser Stelle der Lufteinlass für Öl und Bremse. Beim M5 aus Japan waren dort Leuchten nachgerüstet und die Stoßstange angebohrt.
Was kostet ein BMW aus Japan?
Einen pauschalen Preis gibt es nicht. Jedes Auto ist ein Auktionsfahrzeug mit eigenem Preis, dazu kommen laut Max immer Zoll und Steuern.
Warum braucht ein Auto aus Japan neue Scheinwerfer?
Wegen des Linksverkehrs: Streuscheiben und Linsen sind für die andere Fahrbahnseite gedacht. Bei älteren Scheinwerfern lässt sich das laut Max nicht umstellen, deshalb kommen EU-Scheinwerfer hinein.
Warum vergilben die Scheinwerfer bei Japan-Importen?
Die Streuscheiben sind aus Kunststoff. Laut Max tritt der Weichmacher aus, und durch die starke UV-Einstrahlung in Japan vergilben sie.

