Bilster Berg Trackday im E46 M3: Strecke, Duell und Einstieg
Im Video vom September 2021 nimmt Max dich mit zum Bilster Berg Trackday, zu dem Philipp Kaess die Auto-Szene eingeladen hatte. Es geht um Runden im gelben E46 M3, ein Duell mit einem Mercedes 190 mit 3,6-Liter-M104 und um die Frage, ob die Strecke für Einsteiger taugt.
Wie lief der Bilster Berg Trackday mit dem E46 M3?
Als großes Treffen der Szene: Philipp Kaess hatte die deutsche Auto-YouTube- und Instagram-Szene zu einem Trackday an den Bilster Berg eingeladen. Ziel war laut Max, gemeinsam einen coolen Tag zu haben und die Szene zusammenzubringen. Wir waren mit dem gelben E46 M3 dabei 01:13.
Das Video vom September 2021 entstand spontan. Max hatte lange überlegt, ob er überhaupt ein Video macht. Als er loslegte, war es schon gegen 19 Uhr und die Strecke hatte nicht mehr lange offen.
Bevor es schnell wurde, fuhr Max den M3 ruhig warm, das DSC kam aus. Zwischendurch war die Strecke kurz gesperrt, weil an einem Auto die Haube aufgegangen war.
Erst warmfahren: ein, zwei, drei Runden ruhig, bis die Reifen auf Temperatur sind. Erst dann gibt Max im Video richtig Gas.
Was macht den Bilster Berg so anspruchsvoll?
Die Kuppen und Kompressionen. Laut Max ist die Strecke so aufgebaut, dass das Auto über Kuppen permanent aushebelt, dazu kommen heftige Kompressionen 04:41. Für ihn eine „Wahnsinnsstrecke“, die richtig Spaß macht.
Dazu kam an diesem Abend das Licht: Die Sonne stand so tief über der Kuppe in Richtung Mausefalle, dass man laut Max ohne Sonnenbrille wenig bis gar nichts sah. Wer schon einmal am Bilster Berg war, kennt das nach seinen Worten.
Was steckt im Mercedes 190 mit 3,6-Liter-M104?
Ein Sechszylinder-Sauger mit 3,6 Litern Hubraum in einem 35 Jahre alten Auto. Mit diesem umgebauten 190er von Motorenzimmer lieferte sich der gelbe E46 M3 einige Runden lang ein Duell 08:25.
Beide Autos waren laut Max ständig am Tanzen, jedes mit eigenen Stärken beim Bremsen und bei der Leistung. Irgendwann ließ Max den 190er vorbei, weil ihm nach eigenen Worten der Schweiß aus den Handschuhen tropfte.
- Motor
- M104, Sechszylinder-Sauger, 3,6 Liter, mit Fächerkrümmern, laut Fahrer sonst Serie
- Einspritzung
- frei programmierbar
- Abgasanlage
- 80 Millimeter
- Kühlung
- extra gebauter großer Kühler gegen thermische Probleme
- Gewicht
- rund 1.230 kg mit Fahrer
- Fahrwerk
- H&R, relativ einfaches Setup
- Reifen
- Slicks, am Tag des Videos zum ersten Mal
Ein Unterschied zum BMW liegt laut Fahrer an der Vorderachse. Der E46 fährt McPherson-Federbeine, bei denen die Feder über dem stehenden Dämpfer sitzt. Im 190er sind Stoßdämpfer und Feder klassisch getrennt, ähnlich wie an der Hinterachse des M3.
Max kennt das System von einem anderen 190er mit Evo2-Umbau: Dafür braucht man besondere Federspanner. Haben die Federn Rost angesetzt, können sie einem laut Max auch mal entgegenkommen. Wie wir Fahrwerke an BMW aufbauen, liest du unter Fahrwerkstechnik.
Wie viel PS hat der M104?
Eine verlässliche Leistungsmessung gibt es laut Fahrer nicht: Als der Motor einmal gemessen wurde, war ein Programmierfehler drin. Serienmäßig hat der M104 laut ihm 280 PS, die Motoren streuten aber eher nach unten Richtung 260 PS. Das kennen laut Max auch viele BMW-Fahrer.
„Aber zum Thema nach unten streuen, dafür halten die Dinger halt ’ne halbe Million.“
Max im Video 12:58
Bei so einem Rennstreckeneinsatz wohl eher nicht, schob Max nach – an sich seien es aber „echt super Motoren“.
Slicks und ein anderer Stabilisator brachten laut Fahrer rund viereinhalb Sekunden. Den E46 schätzte Max in einer ähnlichen Region ein. Gemessen hatten wir unsere Zeit an dem Tag aber nicht.
Ist der Bilster Berg gut für den ersten Trackday?
Ja. Laut Max kann man den Bilster Berg jedem empfehlen, gerade wenn man ins Fahren auf der Rennstrecke erst reinkommen will 20:08.
Die Nordschleife sieht er für den Anfang kritischer: Bei Touristenfahrten mit viel Betrieb kommt man laut Max schnell ins Haspeln.
„Hier kann man auf jeden Fall mal einen Track Day buchen und hat die Möglichkeit, vernünftig mal sein Auto kennenzulernen.“
Max im Video 20:20
Wie ein Auto speziell für die Nordschleife aufgebaut wird, zeigt Max an seinem BMW E36 328i Track Tool. Teile für deinen M3 findest du in unserer Kategorie Tuning- & Ersatzteile für BMW M3 E46.
Fazit: Lohnt sich der Bilster Berg für den Einstieg ins Trackfahren?
Laut Max ja. Die Strecke fordert mit Kuppen und Kompressionen, bietet aber einen vernünftigen Rahmen, um das eigene Auto kennenzulernen – anders als volle Touristenfahrten auf der Nordschleife.
Technisch geht das Video nicht in die Tiefe, es ist ein Vlog von einem Szene-Treffen. Spannend ist vor allem das Duell zwischen dem E46 M3 und dem Mercedes 190 mit 3,6-Liter-M104 samt dem kurzen Blick auf dessen Technik.
Häufige Fragen
Ist der Bilster Berg für den ersten Trackday geeignet?
Ja, laut Max kann man ihn jedem empfehlen, gerade für den Einstieg ins Trackfahren. Dort kann man einen Trackday buchen und sein Auto vernünftig kennenlernen.
Warum ist der Bilster Berg so anspruchsvoll?
Laut Max hebelt das Auto über die Kuppen permanent aus, dazu kommen heftige Kompressionen. Abends kann außerdem die tiefstehende Sonne über der Kuppe Richtung Mausefalle blenden.
Welchen Motor hat der Mercedes 190 von Motorenzimmer?
Einen M104 mit 3,6 Litern, einen Sechszylinder-Sauger. Laut Fahrer ist der Motor bis auf Fächerkrümmer, frei programmierbare Einspritzung und eine 80-Millimeter-Abgasanlage Serie.
Welche Rundenzeit fuhr der Mercedes 190 am Bilster Berg?
Laut Fahrer 1:57 bis 1:58. Max schätzte den E46 M3 in einer ähnlichen Region ein, die eigene Zeit wurde an dem Tag aber nicht gemessen.
Ist der Bilster Berg einfacher als Touristenfahrten auf der Nordschleife?
Für Einsteiger laut Max ja. Bei Touristenfahrten auf der Nordschleife kommt man bei viel Betrieb schnell ins Haspeln.

