Alpina B10 3.3 (E39) aus Japan: erste Fahrt und Unterboden
Im Juni 2021 kam ein BMW Alpina B10 3.3 (E39) aus Japan bei uns an. Max zeigte die ersten Checks, die erste Ausfahrt und auf der Bühne einen gewachsten Unterboden ohne Rost.
Was ist das für ein Alpina B10 aus Japan?
Ein BMW Alpina B10 3.3 auf Basis des E39, importiert aus Japan. Im Video vom 6. Juni 2021 zeigt Max, wie der Alpina per Lkw über Rotterdam bei uns ankam 03:24. Zuschauer hatten sich unter den Videos davor immer wieder genau dieses Modell gewünscht.
Unter der Haube arbeitet ein Sechszylinder mit 3,3 Litern Hubraum, geschaltet wird über eine Wandlerautomatik. Nach dem Abladen stand der Wagen erst einmal einige Wochen still, bevor Max ihn richtig in Betrieb nahm.
- Modell
- BMW Alpina B10 3.3 (E39)
- Motor
- Sechszylinder, 3,3 Liter
- Getriebe
- Wandlerautomatik mit Switch-Tronic-Tasten am Lenkrad
- Jahrgang
- laut Max 2004
- Herkunft
- Japan, per Lkw über Rotterdam
Welche E39 hatte Max vor dem Alpina?
Zwei, und deshalb begeistert ihn das Modell so 04:13. Der erste war ein 520i Touring mit M54-Motor, 2,2 Litern und 170 PS, allerdings ohne M-Paket.
Der zweite war ein 540i mit 4,4 Litern und M62TÜ, in Velvet Blue Metallic mit Velvet-Blue-Leder aus dem Individual-Programm. Mit seinen E39 war Max nach eigener Aussage sehr zufrieden.
Was prüft man vor dem ersten Start nach dem Import?
Kühlwasser, Öl und Sprit. Bevor Max den Alpina zum ersten Mal richtig fuhr, kontrollierte er die Flüssigkeiten 04:48. Ins Kühlsystem kam ein Schluck Wasser, beim Öl lohnte sich der Blick: Max füllte einen Liter Castrol nach.
Nach langer Standzeit nicht einfach losfahren: erst frischen Sprit nachfüllen, Öl und Wasser checken. Beim Alpina hat genau dieser Check gezeigt, dass Öl fehlte.
Dazu kamen 20 Liter frischer Sprit aus unserem Ersatzkanister. Ob die Batterie nach der Reise noch mitspielt, war offen, doch der Sechszylinder sprang an. Flüssigkeitscheck und Ölwechsel gehören bei uns zum Service & Wartung.
Wie fährt sich der Alpina B10 E39?
Ruhig und seidenweich. Auf den ersten Metern leuchtete keine Warnlampe, und die Klimaanlage funktionierte 06:56. Kurz darauf meldete der Bordcomputer allerdings „Check brake light“, also eine Bremslicht-Warnung.
Max beschreibt das Fahrgefühl als total entspannt: Im Alpina komme man komplett runter, in einem F90 M5 wäre man laut Max schon wieder ganz anders drin. Gebremst hat der Wagen schnurgerade.
„Aber das ist wirklich, ne, solche Autos, die erden auch irgendwie.“
Max im Video 12:16
Ausprobiert hat Max auch die Switch-Tronic. Statt Schaltwippen sitzen hinten am Lenkrad kleine Tasten, dazu handgenähte Pfeile fürs Hoch- und Runterschalten. Im dritten Gang lagen bei 70 km/h rund 3.000 Umdrehungen an.
Für eine Wandlerautomatik aus dieser Zeit war Max von den Schaltvorgängen beeindruckt. Wie wir Wandlerautomaten warten, steht unter Automatikgetriebe-Service. Auch die untere Lenkradspange ist, typisch Alpina, mit Leder bezogen.
Eigentlich hatte Max eher an einen M5 gedacht. Nach der ersten Ausfahrt über Land und Autobahn war für ihn aber klar, dass der Alpina komplett sein Auto ist: ein Auto für jede Lebenslage, langsam wie schnell.
Gefahren wurde übrigens am selben Tag wie im E46 M3 aus unserem Werkstattrundgang vom Juni 2021.
Welche Mängel hatte der Alpina nach rund 180.000 km?
Gebrauchsspuren, aber nichts Dramatisches. Max stellte klar, dass der Alpina kein Museumsstück war 23:09: Der Himmel löste sich, die Einstiegsleisten waren kaputt, das Armaturenbrett zeigte Spuren und das Lenkrad war abgegriffen.
Auch die Fernbedienung war so abgewohnt, dass man sie kaum noch entziffern konnte. Geplant waren neue Scheinwerfer, eine gründliche Politur und einige Lackausbesserungen. Was wir bei Aufbereitung und Lack machen, findest du unter Restauration.
Ob der Alpina tiefer oder einfach wieder wie neu werden sollte, gab Max als Frage an die Community weiter. Positiv fielen die Reifen auf: Rundum war ein Satz Michelin Pilot Sport 4S montiert, den der Vorbesitzer noch vor dem Verkauf neu aufziehen ließ.
Wie sieht der Unterboden eines Japan-Imports aus?
Gewachst und ohne Rost. Auf der Bühne zeigte sich am Unterboden nur Wachs 27:21. Die Bleche waren sauber, die Schrauben noch silbern, Differenzial, Auspuff und Getriebe waren trocken.
Etwas ölfeucht war es nur durch Servoöl, das laut Max in den Griff zu bekommen ist. Der Stabilisator war neu, und auch Verschlussstopfen und Wagenheberaufnahmen zeigte Max als Beleg für die Substanz.
Selbst die Leitungen ließen sich noch ganz normal aufschrauben, wie vor 15 oder 20 Jahren. Den Schmutz der Laufleistung wollte Max mit Trockeneis entfernen.
Warum einen BMW aus Japan kaufen?
Wegen der Substanz, sagte Max im Juni 2021. Ein Unterboden wie beim Alpina war für ihn genau der Grund, auf Japan-Importe zu setzen.
„Das ist Substanz. Und deswegen kaufe ich japanische Autos.“
Max im Video 28:47
Den Unterschied kennt er aus eigener Erfahrung: Einer seiner früheren E39 hatte laut Max von vorne bis hinten gerostet, die Kittstellen waren aufgequollen 29:51. Beim schwarzen E39, seinem letzten, war schon unter dem Teppich alles durch.
Einen E39 in diesem Zustand gibt es laut Max in Deutschland oder Europa nicht sehr oft. Worauf du bei einem BMW aus Japan achten solltest, zeigt unser Beitrag zum E46 M3 aus Japan.
Fazit: Was taugt der Alpina B10 E39 aus Japan?
Für Max war der Alpina im Juni 2021 ein Volltreffer: ein ehrlicher Motor, ein rostfreier Unterboden und ein Fahrgefühl, das ihn nach eigener Aussage erdet.
Ein Museumsstück war er trotzdem nicht. Innenraum, Scheinwerfer, Lack und die Bremslicht-Warnung standen auf der Liste – Baustellen, die zu einem Auto mit rund 180.000 km passen.
Häufige Fragen
Was ist der Alpina B10 3.3 aus dem Video?
Ein Alpina auf Basis des BMW E39 mit 3,3-Liter-Sechszylinder und Wandlerautomatik mit Switch-Tronic. Unser Exemplar kam aus Japan und hatte 178.655 km auf dem Tacho.
Was sollte man vor dem ersten Start nach dem Import prüfen?
Max kontrollierte Kühlwasser und Öl und tankte frischen Sprit. Beim Alpina musste er einen Liter Castrol nachfüllen.
Was ist Switch-Tronic im Alpina B10?
Statt Schaltwippen sitzen hinten am Lenkrad kleine Tasten, mit denen du die Automatik manuell hoch- und runterschaltest. Die Pfeile darauf sind von Hand genäht.
Wie sah der Unterboden des Alpina aus Japan aus?
Nur gewachst und ohne Rost, die Schrauben noch silbern. Differenzial, Auspuff und Getriebe waren trocken, etwas Feuchtigkeit kam nur von Servoöl.
Warum setzte Max 2021 auf BMW aus Japan?
Wegen der Substanz: Einen E39 aus Deutschland mit so einem Unterboden hielt Max für kaum zu finden. Einer seiner früheren E39 war von vorne bis hinten gerostet.

