E46 M3 Komplettlackierung: Bis aufs Blech und Finish wie Serie
Die Karosse unseres E46-M3-Projekts in CSL-Optik ist neu lackiert zurück, jetzt in Silbergrau. Max erklärt, warum bis aufs Blech lackiert wird und warum Radkästen und Unterboden erst danach kommen.
Warum wird der E46 M3 bis aufs Blech lackiert?
Damit Farbton und Struktur überall gleich sind. Im Video von August 2024 kommt unser E46-M3-Projekt in CSL-Optik nach der E46 M3 Komplettlackierung vom Lackierer zurück – Max nennt das Auto selbst einen „CSL-Verschnitt“ 05:13.
Gestartet war das Projekt mit einem topasblauen E46 M3 und Trockeneis. Nach den Karosseriearbeiten ging das Auto zum Lackieren. Den Projektstart findest du im Beitrag E46 M3 Restauration: Japan-Basis, Rost-Check und Lackierplan.
„Wir wollen nicht nur spotmäßig irgendwas rausgeschliffen, sondern runter bis aufs Blech beziehungsweise bis auf die Grundierung und dann einmal alles neu.“
Max im Video 05:13
Der Vorteil: In einem Zug lackiert, hat die Karosse überall hundertprozentig dieselbe Farbe und dieselbe Struktur. Gerade bei diesem Farbton wäre Nachlackieren laut Max relativ schwierig.
Neu ist auch die Farbe: Silbergrau. Darüber wurde lange überlegt. Der Besitzer, ein Freund von Max, wollte eine edle BMW-Originalfarbe – für Max „so der edelste Grauton“.
- Fahrzeug
- BMW E46 M3, Aufbau in CSL-Optik
- Vorher
- Topasblau
- Nachher
- Silbergrau, eine BMW-Originalfarbe
- Lackierung
- bis aufs Blech bzw. die Grundierung, komplett in einem Zug
- Motorraum
- neu lackiert
- Dach
- ultraleichtes Carbondach, zur Probe aufgelegt
- Danach
- Radkästen und Unterboden lackieren, Zusammenbau
Wann lackiert man Radkästen und Unterboden?
Bei diesem Projekt erst nach der Außenlackierung. Der Besitzer wollte ein hundertprozentig makelloses Finish, so dass es aussieht, „als könnte man quasi vom Unterboden essen“ 10:15.
Wird der Unterboden vorher lackiert, landet beim Außenlack immer etwas Lacknebel in Radkästen und Ritzen. Dann ist das Makellose laut Max dahin. So haben wir es auch schon bei einem früheren Projekt gemacht.
Der Plan im Video: Die Karosse kommt zuerst in den Showroom und wird teilweise wieder zerlegt, danach werden Radkästen und Unterboden lackiert.
Ab Werk war es anders: Die Karosse wurde laut Max „einfach genebelt“. In den Radkästen und am Unterboden sieht man deshalb immer etwas Lacknebel.
Wie sieht das Werksfinish am E46 aus?
Lacknebel dort, wo der Lackierroboter nicht hinkam. Max zeigt das an einem blauen E46 in der Werkstatt 12:16.
Lackiert der Roboter seitlich den Schweller, kommt am Radkasten nur noch etwas Nebel an. Schaut man von unten, sieht man dort mehr Grau, von oben mehr Blau.
„Das ist einfach ’ne Werkslackierung und so schaut das dann aus.“
Max im Video 12:55
Genau diesen OEM-Look hätte Max selbst gewählt: erst den Unterboden lackieren, dann die Radkästen beim Außenlack nicht abkleben und mitnebeln lassen. Weil es nicht sein Projekt ist, entscheidet aber der Kunde über das Finish.
Bestanden hat Max auf einem Punkt: Die Karosse soll vom Finish aussehen wie Serie. Das heißt matt in allen Falzen und Kanten, der Rest mit Klarlack, so wie es original war.
Was passiert nach der Lackierung mit dem E46?
Erst die Detailkontrolle, dann der Zusammenbau. Auch an Ecken und Kanten, wo abtropfender Klarlack in der Trocknungsphase Spuren hinterlassen könnte, ist laut Max alles top 11:22.
Der Motorraum ist ebenfalls frisch lackiert. Zur Probe liegt schon das neue, ultraleichte Carbondach auf; mehr dazu unter Carbondach-Service.
Für den Zusammenbau galt: Die alten Teile kommen nicht einfach wieder rein. Laut Max wird aufgearbeitet, es werden Neuteile verbaut und etwas upgegradet. Wie wir solche Projekte angehen, steht unter Restauration.
Fazit: Lohnt sich die Komplettlackierung bis aufs Blech?
Für ein makelloses Ergebnis ja: In einem Zug lackiert, stimmen Farbe und Struktur überall, und weil Radkästen und Unterboden erst danach lackiert werden, landet dort kein Lacknebel. Bei der Detailkontrolle findet Max keine Schwachstelle.
Ehrlich bleibt er trotzdem: Er selbst hätte den Werkslook mit Lacknebel gewählt und eine auffälligere Farbe wie Laguna Seca. Silbergrau ist ihm „offen und ehrlich zu langweilig“ – aber es ist nicht sein Projekt.
Häufige Fragen
Warum lackiert man ein Auto komplett in einem Zug?
Dann hat die Karosse laut Max überall hundertprozentig dieselbe Farbe und dieselbe Struktur. Bei diesem Farbton wäre Nachlackieren sonst relativ schwierig.
Sollte man den Unterboden vor oder nach der Außenlackierung lackieren?
Für ein makelloses Finish danach, sonst landet beim Außenlack Lacknebel in Radkästen und Ritzen. Wer den Werkslook will, lackiert den Unterboden zuerst und lässt mitnebeln.
Warum ist ab Werk Lacknebel in den Radkästen?
Die Karosse wurde laut Max ab Werk einfach genebelt. Wo der Lackierroboter nicht hinkam, kommt nur Lacknebel an – das gehört zum Werkslook.
Was heißt Finish wie Serie bei einer Komplettlackierung?
Matt in den Falzen und Kanten, der Rest mit Klarlack – so, wie es original war.

