Auto nach Standzeit wieder in Betrieb nehmen: Alpina B3 (E36)

Nach rund einem Jahr Standzeit holt Max seinen Alpina B3 (E36) zurück auf die Straße. Im Video vom Oktober 2021 zeigt er, wie er die festgeklebte Kupplung gelöst hat und was er vor der ersten Fahrt prüft.

MX Motorsports · Wissen aus dem Video mit Max 3 Min. Lesezeit

Im Video – direkt zur Stelle springen:

Was tun, wenn die Kupplung nach langer Standzeit festklebt?

Beim Alpina B3 half ein gezielter Schlag aufs Schwungrad. Im Video vom Oktober 2021 wollte Max sein Auto nach Standzeit wieder in Betrieb nehmen, doch nach rund einem Jahr ging kein Gang mehr rein 03:00.

Die Ursache: Die Kupplungsscheibe klebte an der Druckplatte fest. Damit trennte die Kupplung nicht mehr, und bei laufendem Motor ließ sich kein Gang einlegen. Wie es dazu kam, liest du im Beitrag Kupplung fest nach Standzeit.

Das Getriebe musste am Ende nicht raus. So hat Max die Scheibe gelöst:

  1. Auto anheben. Zuerst kam der B3 hoch.
  2. Durchschlag ansetzen. Unten am E36-Getriebe gibt es zwei kleine Öffnungen. Durch sie hat Max mit einem langen Durchschlag aufs Schwungrad geschlagen.
  3. Probestart. Danach einsteigen, Motor an, und der Gang ging wieder rein.

Was prüfst du, bevor du ein Auto nach Standzeit wieder in Betrieb nimmst?

Kühlwasser, Motoröl, Batterie und Luftdruck. Diese Punkte ging Max durch, bevor der Alpina wieder auf die Straße durfte 04:02.

  • Kühlwasser: Es fehlte ein Schluck. Max füllte bis Maximum auf, denn ohne volles Kühlwasser bewegt er das Auto nicht.
  • Motoröl: Der Stand war genau auf Maximum, und das Öl roch nicht nach Sprit.
  • Batterie: Sie hing am Ladegerät, bevor Max den Motor startete.
  • Luftdruck: Max prüfte ihn vor der Fahrt noch einmal.
8 kmwar der Alpina seit dem letzten Ölwechsel ein Jahr zuvor gelaufen.

Eigentlich, sagt Max, sollte man das Öl nach einem Jahr wechseln. Bei acht Kilometern seit dem letzten Wechsel verzichtete er darauf. Luft- und Kraftstofffilter waren ohnehin schon neu.

Nach dem Start folgte der Funktionscheck: Hupe, Licht, Lüftung und Blinker funktionierten. Wie wir solche Checks in der Werkstatt angehen, steht auf unserer Seite Service und Wartung.

Wie fährt man ein Auto nach langer Standzeit warm?

Behutsam: Max drehte den Motor anfangs nur bis 3.000 Umdrehungen, obwohl schon Wassertemperatur da war 10:52.

Danach fuhr er den B3 gezielt warm, damit Getriebe und Motoröl auf Temperatur kommen. Eine Öltemperaturanzeige hat das Auto nicht, und der M50-Block aus Grauguss braucht laut Max rund 20 Minuten, bis er auf Temperatur ist.

Max’ Tipp

Ein Auto, das lange steht, sollte zwischendurch 20 bis 50 Kilometer bewegt werden, damit es richtig heiß wird. So kommt laut Max das Kondenswasser aus Motor und Auspuff.

Ein Jahr Stillstand nannte Max im Video selbst „sehr dumm“.

Wie fährt sich der Alpina B3 3.0 nach einem Jahr Standzeit?

Wie ein neues Auto. Vibrationen, Klappern oder brummende Verkleidungen gab es laut Max keine, und alles vom Blinker bis zur Kennzeichenbeleuchtung funktionierte 18:47.

„Es klappert nichts, es wackelt nichts, das Lenkrad ist gerade.“

Max im Video 11:07
Modell
Alpina B3 3.0 Limousine, Baureihe E36
Baujahr
1995
Farbe
Montreal-Blau-Metallic
Motor
Sauger auf Basis des M50-Blocks aus Grauguss
Getriebe
Handschalter
Ausstattung
großes Soundsystem, Bordcomputer, Klimaautomatik
Räder
17-Zoll-Alpina-Räder ohne Softline, Reifen 265/35 ZR17

Unter Last überraschte der B3 Max: Das Auto stehe „so gut im Futter“. Im dritten Gang merkte er ab 2.000 Umdrehungen die Vanos.

Zu den Rädern erklärt Max einen Unterschied: Softline-Räder gab es erst ein Jahr später. Dort sitzt das Ventil unter dem Nabendeckel, und die Luft geht durch die hohle Speiche ins Rad. Mehr zum Auto liest du im Beitrag zum Alpina B3 3.0.

Fazit: Was lehrt der Alpina über lange Standzeiten?

Die Lösung war einfacher als befürchtet: Statt eines Getriebeausbaus reichte ein Schlag aufs Schwungrad, um die festgeklebte Kupplungsscheibe zu lösen. Nach dem Check von Wasser, Öl, Batterie und Luftdruck lief der B3 einwandfrei.

Trotzdem bleibt die Lehre aus beiden Videos: Ein Jahr Stillstand hat dem B3 eine leere Batterie und eine klebende Kupplung eingebracht. Auch ein Sammlerauto gehört bewegt und regelmäßig richtig warmgefahren.

Häufige Fragen

Was tun, wenn nach langer Standzeit kein Gang mehr reingeht?

Beim Alpina B3 klebte die Kupplungsscheibe an der Druckplatte. Max hob das Auto an und schlug mit einem langen Durchschlag durch zwei kleine Öffnungen unten am E36-Getriebe aufs Schwungrad. Danach ging der Gang wieder rein.

Max erklärt’s im Video ab 3:00 →

Was sollte man vor der ersten Fahrt nach langer Standzeit prüfen?

Max füllte das Kühlwasser bis Maximum auf, prüfte den Ölstand und ob das Öl nach Sprit riecht, lud die Batterie und kontrollierte den Luftdruck.

Max erklärt’s im Video ab 4:02 →

Wie lange braucht der M50-Motor bis zur Betriebstemperatur?

Laut Max rund 20 Minuten, weil der Block aus Grauguss ist. Bis dahin drehte er den Alpina zunächst nur bis 3.000 Umdrehungen.

Max erklärt’s im Video ab 12:48 →

Was ist bei Alpina-Softline-Rädern anders?

Bei Softline-Rädern sitzt das Ventil unter dem Nabendeckel, die Luft geht durch die hohle Speiche ins Rad. Der B3 von 1995 hat laut Max noch Räder ohne Softline, die gab es erst ein Jahr später.

Max erklärt’s im Video ab 5:53 →
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